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Freezers besiegen Köln mit 4:3 nach Penaltyschießen - Fortier entscheidet enge Partie
Spielbericht
14.3.2010 Hamburg Freezers - Kölner Haie 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) - Die Hamburg Freezers haben ihre Partie des 57. Spieltags gegen die Kölner Haie mit 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gewonnen. Nach zweimaligem Rückstand drehten John Tripp (23.) und Stephan Retzer (48.) die Partie, ehe Marc Chouinard (56.) kurz vor dem Ende ausgleichen konnte. Torlos wurde die Verlängerung abgeschlossen, ehe Francois Fortier als einziger Spieler im Penaltyschießen traf und seinem Team den Sieg besorgte.
Die Vorzeichen vor der Partie des 57. Spieltags waren eindeutig: Für die in der Tabelle abgeschlagenen Hamburger ging es um einen Sieg vor heimischem Publikum, für Köln um immens wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Teilnahme. Die Haie setzten sich dann auch gleich zu Beginn im Drittel der Freezers fest, die erste Großchance hatten allerdings die Hausherren: Karalahti scheiterte mit zwei Fernschüssen an Haie-Keeper Weibel. Die folgenden Minuten bestimmten wieder die Gäste, doch Pelletier, der heute für Goepfert zwischen die Pfosten durfte, stand sicher. Beim Gegentor nach exakt fünf Minuten hatte dann aber auch der US-Amerikaner keine Abwehrchance: Die Hamburger ließen Marcel Müller freie Fahrt, die freie Scheibe verwertete Ivan Ciernek sehenswert per Rückhand mit dem Rücken zum Tor stehend. Die Hausherren kamen erst nach sieben Minuten wieder gefährlich vor den Kasten von Weibel. Im Powerplay hatten Fortier und Aab die Doppelchance, doch beide Stürmer schlugen über die Scheibe. Die Partie war nun wieder offen und prompt erzielte Hamburg den Ausgleich: Über die rechte Seite fuhr Barta einen Angriff, der Pass ins Getümmel fand zunächst keinen Abnehmer, doch Jason King behielt die Übersicht und drückte den Puck über die Linie! Das Unentschieden hatte allerdings keine drei Minuten Bestand, einen Pass von Trygg fälschte Dusan Frosch in Überzahl zur erneuten Kölner Führung ab.

Vor der Pause ließen die Freezers im Powerplay Chancen liegen, nach dem Wechsel trafen sie: John Tripp legte sich das Spielgerät nach einem Ratchuk-Schuss vor Weibel zurecht, umkurvte den Torhüter und netzte mit der Rückhand zum Ausgleich ein. Auch Minuten später zeigte sich der Nationalstürmer treffsicher, als ein Scharmützel mit Marcel Müller in eine handfeste Keilerei ausartete. Tripp, Sieger nach Punkten, durfte sich ebenso wie sein Kontrahent für 14 Minuten auf der Strafbank ausruhen. Die Hitzigkeiten nahmen zu, was der Stimmung in der Arena gut tat. Beide Torhüter rückten gegen Ende des Mittelabschnitts vermehrt in den Mittelpunkt, doch sowohl Pelletier als auch Weibel leisteten sich keine Fehler. Kurz vor der Pause hatte Aab die Chance das Spiel zu drehen, doch allein vor dem Haie-Keeper löffelte der Stürmer die Scheibe über den Kasten. Im letzten Abschnitt passierte zunächst recht wenig, dann lag die Scheibe plötzlich im Tor: Francois Fortier hatte in bester Tennismanier das Spielgerät aus der Luft volley ins Netz geschlagen, was Piechaczek dazu veranlasste, den Treffer per Video zu überprüfen - zum Ärger der Hamburger Anhänger verwehrte der Schiedsrichter dem Treffer wegen hohen Stocks jedoch die Anerkennung. Hamburg machte unbeirrt weiter und durfte sich nur eine Minute später über den regulären Treffer freuen: Stephan Retzer, von Ostwald per Querpass mustergültig bedient, markierte mit seinem dritten Saisontor aus dem Slot die erstmalige Führung für die Freezers an diesem Nachmittag. Köln antwortete mit wütenden Angriffen, von denen einer fünf Minuten vor dem Ende ins Ziel traf: Chouinard verwertete den Abpraller nach einem Lattentreffer. Eine Minute vor dem Ende verpasste Fortier die Entscheidung, so dass es in die Verlängerung ging. Dort erspielten sich die Freezers ein deutliches Chancenübergewicht, scheiterten im Abschluss aber mehrmals an Weibel. In letzter Sekunde hatte Ciernik allein vor Pelletier den Sieg auf dem Schläger, doch Kölns Topscorer verzog ebenfalls knapp. Im Penaltyschießen bestätige Hamburgs Torhüter dann seine gute Leistung: Gegen Marcel Müller, Ciernik und Ullmann war Pelletier zur Stelle, den Sieg besorgte Fortier als letzter Schütze.

Penaltyschießen

Marcel Müller – Pelletier hält rechts unten
Jason King – schießt links vorbei
Ivan Ciernik – Pelletier hält mit der Fanghand
Vitalij Aab – Weibel hält mit dem Schläger
Christoph Ullmann – Pelletier hält mit dem Schoner
Francois Fortier – TRIFFT NACH SCHÖNER FINTE LINKS UNTEN

WEITERE INFOS ZUM SPIEL
MANNSCHAFTSAUFSTELLUNGEN
Hamburg Freezers: Pelletier (Goepfert) – Biron, Ratchuk; Karalahti, Dotzler; Walter, Retzer – Aab, Wilm, Fortier; Schön, Barta, King; Pielmeier, Ostwald, Tripp; Brandl, Loppi, Henrich – Trainer: Paul Gardner

Kölner Haie: Weibel (Maracle) – Mo. Müller, Julien; Trygg, Renz; Ankert, Lüdemann – Melischko, Ullmann, Adams; Ciernik, Jaspers, Ma. Müller; Bartek, Chouinard, Frosch; Flaake, Hecquefeuille – Trainer: Bill Stewart

TORE
0:1 – 5:00 – Ciernik (Ma. Müller, Jaspers) – EQ
1:1 – 10:34 – King (Barta, Biron) – EQ
1:2 – 14:13 – Frosch (Trygg, Ullmann) – PP1
2:2 – 22:07 – Tripp (Ratchuk, King) – PP1
3:2 – 47:49 – Retzer (Ostwald, Tripp) – EQ
3:3 – 55:02 – Chouinard (Bartek, Trygg) – EQ
4:3 – 65:00 – Fortier - GWS

SCHÜSSE
Hamburg: 50 (15 – 9 – 20 – 5 – 1) – Köln: 50 (16 – 20 – 14 – 0 – 0)

SCHIEDSRICHTER
Daniel Piechaczek

ZUSCHAUERZAHL
8056

STRAFEN
Hamburg: 10 Minuten + 10 Minuten Tripp – Köln: 12 Minuten + 10 Minuten Ma. Müller

STIMMEN ZUM SPIEL
Paul Gardner (Trainer Hamburg Freezers): „Schön, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, auch wenn es praktisch um nichts mehr geht. Wir haben uns viele Möglichkeiten erarbeitet und teilweise tolles Eishockey gezeigt. Pelletier hat heute gut gehalten!“.

Bill Stewart (Trainer Kölner Haie): „Beide Teams hatten heute viele Chancen. Unterm Strich ist ein Punkt okay, auch wenn ich nicht zufrieden bin. Allerdings haben wir in den letzten vier Spielen immer gepunktet, so muss es weitergehen!“


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