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Keine Punkte in der Hauptstadt – Hamburg unterliegt Berlin mit 2:4
Spielbericht
7.2.2010 Eisbären Berlin - Hamburg Freezers 4:2 (3:1, 1:1, 0:0) - Die Hamburg Freezers haben am Sonntagnachmittag ihre Partie des 49. DEL-Spieltags mit 2:4 (1:3, 1:1, 0:0) bei den Eisbären Berlin verloren. Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten schoss Francois Fortier (12.) sein Team in Überzahl in Führung, Berlin schlug brutal zurück: Innerhalb von nur 112 Sekunden markierten TJ. Mulock (13.), André Rankel (14.) und Sven Felski (15.) die 3:1-Pausenführung für den amtierenden Meister und Tabellenführer. Im zweiten Drittel trat Hamburg ebenbürtig auf, kam durch Clarke Wilm (25.) zum Anschluss und stand mehrmals kurz vor dem Ausgleich – bis Sven Felski (36.) mit einem Schlagschuss in den Winkel zum 4:2-Endstand traf.
Noch kein Treffer in der Liga, doch einen Schlagschuss wie kein Zweiter – Max Brandl bewies vor dem Spiel Blueliner-Qualitäten, als er die Scheibe hinter dem Hamburger Tor in tausend Stück schoss. Der Beginn des Spiels verzögerte sich damit um eine Viertelstunde, beide Mannschaften brachten ihre Leistung aber pünktlich aufs Eis: Vom Bully weg entwickelte sich eine ansehnliche Partie, in der Berlin den Freezers mit zunehmender Dauer die Kontrolle überließ und lediglich bei Kontern gefährlich vor Goepfert auftauchte. Die Dominanz der Gäste führte im ersten Powerplay zur verdienten Führung: Barta täuscht an der blauen Linie einen Schuss an, spielte dem zentral postierten Fortier in die Kelle, der Zepp tunnelte – 1:0 für die Freezers! Die Führung hielt allerdings keine zwei Minuten, denn auch im nächsten Powerplay fiel ein Treffer: Richie Regehr schickte einen Strahl Richtung Gopefert, der machtlos blieb, da TJ. Mulock die Scheibe noch leicht touchierte – 1:1. Die Eisbären waren nun zurück im Spiel und entwickelten einen unglaublichen Heißhunger. Innerhalb von nur 112 Sekunden erhöhten André Rankel und Sven Felski ihre Trefferkonten unter gütiger Mithilfe der Gäste, die für den Meister Spalier standen. Hätte Felski Sekunden später nicht nur den Pfosten getroffen und Goepfert mit mehreren starken Paraden geglänzt – der Rückstand wäre gegen Ende des Drittels noch höher ausgefallen.

Zu Beginn des Mittelabschnitts präsentierten sich die Freezers gefestigter und kamen nach dem bislang schönsten Spielzug der Partie zum Anschluss: Einen Angriff über Walter und Aab schloss Wilm per Abstauber aus kurzer Distanz zum 2:3 in der 25. Minuten ab. Im folgenden Powerplay durfte der Kapitän am Ausgleich schnuppern, doch Zepp parierte seinen Schuss aus wenigern Metern. Hamburg war nun wieder im Spiel und schnürte Berlin phasenweise ein – über Langeweile konnte sich Zepp, der gegen Pielmeier, Henrich und Fortier Glanzparaden zeigte, nun nicht beklagen. Treffer fielen allerdings keine, so dass auch die Eisbären mal wieder angreifen durften und den Freezers prompt das Wort Effizienz buchstabierten: Ein Pass, ein Schuss und der Puck lag im Netz – Felski hatte die Scheibe zum 4:2 in den Winkel gehämmert. Der letzte Durchgang begann ziemlich zerfahren, den ersten Schuss gab Fortier nach sechs gespielten Minuten ab. Die Freezers waren nun das etwas agilere Team, ohne sich jedoch nennenswerte Chancen erspielen zu können - die dickste Möglichkeit vergab Tripp frei vor Zepp. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Gardner Gopefert vom Eis, Sekunden später noch eine Auszeit. Doch weder die Gäste als auch die Eisbären, die mit mehreren Fernschüssen das leere Hamburger Gehäuse verpassten, konnten weitere Tore erzielen.

Am Montag haben die Hamburger kein Training, am Dienstag wird um 10.30 Uhr in der Volksbank Arena geübt. Das nächste Spiel steigt am Freitag, 12. Februar um 19.30 Uhr bei den Adler Mannheim.

WEITERE INFOS ZUM SPIEL
MANNSCHAFTSAUFSTELLUNGEN
Eisbären Berlin: Zepp (Nastiuk) – Braun, Degon; Baxmann, Roach; Walser, Regehr; Bielke – Rankel, Felski, T. Mulock; Hahn, Pederson, Busch; Friesen, Ustorf, TJ. Mulock; D.Weiß – Trainer: Don Jackson

Hamburg Freezers: Goepfert (Pelletier) – Retzer, Biron; Ratchuk, Walter; Dotzler, Schön – Fortier, Wilm, Aab; King, Barta, Mueller; Pielmeier, Ostwald, Tripp; Brandl, Loppi, Henrich – Trainer: Paul Gardner

TORE
0:1 – 11:30 – Fortier (Barta, Ratchuk) – PP1
1:1 – 12:53 – TJ. Mulock (Regehr, Friesen) – PP1
2:1 – 13:42 – Rankel (T.Mulock, Walser) – EQ
3:1 – 14:45 – Felski (TJ. Mulock, Ustorf) – EQ/sechster Feldspieler
3:2 – 24:28 – Wilm (Aab, Walter) – EQ
4:2 – 35:04 – Felski (Braun, TJ. Mulock) – EQ

SCHÜSSE
Berlin: 27 (11 – 8 – 8) – Hamburg: 30 (6 – 14 – 9)

SCHIEDSRICHTER
Steffen Klau

ZUSCHAUERZAHL
14200

STRAFEN
Berlin: 6 Minuten – Hamburg: 8 Minuten + 10 Minuten Ostwald

STIMMEN ZUM SPIEL
Don Jackson (Trainer Eisbären Berlin): „Hamburg hat kein schlechtes Spiel gezeigt, unser Tempo hat allerdings den Unterschied ausgemacht. Als die Freezers zwischenzeitlich nah am Ausgleich waren, hat Zepp stark gehalten und die Führung verteidigt!“

Paul Gardner (Trainer Hamburg Freezers): „Wenn man in Berlin Fehler macht und gleichzeitig seine Chancen nicht nutzt, wird das gnadenlos bestraft. Meine Jungs haben alles gegeben und gekämpft, die Eisbären befinden sich spielerisch allerdings auf einem anderen Niveau!“

Clarke Wilm (Kapitän Hamburg Freezers): „Wir haben über weite Strecken der Partie gut mithalten können, allerdings haben uns die Gegentreffer im ersten Drittel das Genick gebrochen. In diesen Situationen standen wir zu weit weg von unseren Gegenspielern und haben mit zu wenig Körpereinsatz gespielt. Eine Spitzenmannschaft wie Berlin nutzt diesen Freiraum sofort aus.“


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