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Hamburg Freezers e.V. – History
Mit dem DEL-Club Hamburg Freezers zog Ende des Jahres 2002 Spitzeneishockey nach Hamburg. Inzwischen gibt eine große, gut organisierte Fangemeinde, Eishockey ist etabliert in Hamburg.

Der Beitrag für die Sportstadt Hamburg wäre nicht komplett, würden die Freezers sich nicht wie andere Traditionsvereine mit eigenem sozialen Engagement und getrennt von den ökonomischen Interessen des Profisports in einer selbständigen institutionellen Form engagieren. Als moderne Organisationsform gilt heutzutage die Kombination aus dem professionellen Spielbetrieb (Hamburg Freezers GmbH) mit einem gemeinnützigen Verein (Hamburg Freezers e.V.). Die Klammer bildet ein Verwaltungsbeirat unter dem Vorsitz der Vereinsspitze, dem der Vereinsvorstand und der Geschäftsführer der GmbH angehören.

Bereits zur Jahreswende 2004 fanden sich Freezers-Manager Boris Capla und der bekennende Freezers-Fan Dr. Andreas Mattner. Mattner, Geschäftsführer der ECE, einem weltweit tätigem Immobilienunternehmen, verfügt über zahlreiche Erfahrungen in gemeinnützigen Tätigkeitsfeldern und hatte u.a. als Vorstandsvorsitzender der deutschen Stiftung "Lebendige Stadt" die Speicherstadtillumination und den Jungfernstiegumbau in Hamburg begleitet. Mit Capla verband ihn die Idee, die Vision vom "Sportpark Hamburg" um Eishockeyelemente, insbesondere die 3. Arena zu bereichern. Dazu hatte Mattner bereits als Bürgerschaftsabgeordneter Gespräche mit dem Manager der Freezers geführt.

Im Frühjahr 2005 gab es Treffen mit dem Europachef der Anschutz-Entertainment Group Detlef Kornett, der vor allem die Heranführung von Talenten an Profis mit dem neuen Verein verband: "Wir freuen uns, wenn wir durch eine gezielte Nachwuchsarbeit demnächst Hamburger Eigengewächse auf dem Eis der Color Line Arena sehen. Das stärkt weiter die Identifikation der Fans mit Ihrer Mannschaft und hilft dem deutschen Eishockey generell".

In der Folgezeit konnte Mattner zahlreiche namhafte Wirtschaftskapitäne für die Vorstandsarbeit begeistern und am 28. Juli 2005 stellten Capla, Mike Schmidt, Doug Bradley, Paul Karner und Mattner im Rahmen der Saison-Auftakt-Pressekonferenz das neue Freezers-Projekt der Öffentlichkeit vor. Boris Capla: "Die Freezers haben seit ihrer ersten Hamburger Saison auf die Gründung eines solchen Vereins hingearbeitet. Doch erst jetzt haben wir mit Andreas Mattner und seinen Mitstreitern wirtschaftlich kompetente Partner gefunden, die auch der gesellschaftlichen Verantwortung vollauf gerecht werden können".

Die steht dann auch im Vordergrund der Vereinsaktivitäten: Gesellschaftliches Engagement, Jugendarbeit, Entwicklung der Sportstadt Hamburg, Schulsport. Besonders der Aufbau einer Jugendauswahlmannschaft soll dann in der Zukunft die Vereinsgremien beschäftigen. Dabei sollen die Freezers durch Sichtung und Heranführung talentierter Hamburg Nachwuchsspieler unterstützt und damit Talente für den Eishockeysport gewonnen werden.

Am 18.8.2005 war es dann soweit: Im Rahmen einer Gründungsversammlung wählten die Mitglieder des neuen Vereins Mattner zum Vorstandsvorsitzenden und Dr. Reiner Brüggestrat, Wolfgang Burgard, Enno Emmerinck, Dr. Rainer Schubach und Wolfgang Warburg zu Vorständen. Mattner: "Ein immenses Aufgabenprogramm steht vor uns, als leidenschaftliche Freezers-Fans wollen wir kraftvolle und nachhaltige Akzente für den Eissport setzen".

Zur weiteren Aufbauarbeit plante der neue Vorstand Veranstaltungen und die Jugendarbeit. Mit Boris Rousson, dem langjährigen und inzwischen ausgeschiedenen Torhüter und Publikumsliebling, zog anlässlich der zweiten Mitgliederversammlung am 29.11.2005 der erste (noch nebenamtliche) Jugendtrainer des Vereins in den Vorstand. Ihm folgten als Vorstände der im August 2006 verstorbene Verleger John Jahr und der Unternehmer Dirk Möhle.

Der Verein wuchs und im Jahr 2007 gelang der bereits Startschuss für die eigentlich als Fernziel gedachte dritte Arena, die später den Namen "Volksbankarena" tragen sollte. Lange hatten die Freezers auf eine eigene Trainingsstätte in Kombination mit einer Geschäftsstelle und ein Sportkompetenzzentrum gewartet. Unternehmer Alexander Otto, in dessen Firma ECE Freezersvorsitzender Dr. Andreas Mattner als Geschäftsführer arbeitet, machte es möglich und stiftete den Bau. Bauherr wurde die Alexander Otto Stiftung, in der u.a. namhafte Freezersvorstände im Kuratorium sitzen. In einem Joint Venture mit der Anschutz-Gruppe wird Otto die Arena betreiben, Öffnungstermin: 1.11.2008. Großsponsoren der neuen Arena, die auch dem Eissport der Bevölkerung und hamburgischen Vereinen dient, sind u.a. die Hamburger Volksbank (Namensgeber) und die ECE.

Mit diesem Wachstum entschlossen sich die Freezers Mitte 2008 sich eine neue Organisationsstruktur zu geben. Die Basis wurde ausgebaut: Neben dem Betrieb der DEL-Mannschaft wurden die Freezers zum aktiven Club mit verstärkter Jugend-, Fan- und Gesellschaftsarbeit. An der Spitze der Organisation steht nunmehr ein fünfköpfiges Präsidium. Boris Capla: "Inzwischen engagieren sich viele Persönlichkeiten der Wirtschaft aktiv in unserem Vorstand, ich möchte diesen Sachverstand und den sich daraus ergebenden Synergieeffekt nutzen". Zum ersten Freezerspräsident wählten die Mitglieder Dr. Andreas Mattner, Vizepräsenten wurden Dr. Reiner Brüggestrat und Boris Capla. Die AEG schickte Roger Hermann und Detlef Kornett in das Gremium.

Zu den ersten Maßnahmen der Neustrukturierung zählte der Abschluss eines Kooperationsvertrages mit dem HSV-Eishockey mit dem damit verbundenen zusätzlichen Strang der "Young Freezers" im HSV, der neben den norddeutsch orientierten Freezers Juniors mit diversen Altersklassen und einer Laufschule in die Tiefe der Eishockeyjugend vordringt. Ein eigener Jugendtrainer wurde eingestellt, die Vernetzung zu den beiden Eishockeyvereinen Hamburgs erfolgte über die Vertretung von HSV-Eishockey und Crocodiles durch je ein Mandat im Freezersvorstand. Spätestens von diesem Zeitpunkt an konnte von einer Freezerstradition in Hamburg gesprochen werden.
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